Genressourcenprojekt „Alte Apfelsorten“

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Multivalente Nutzung obstgenetischer Ressourcen“ wurden in den Jahren 1995 bis 1999 brandenburgweit Streuobstbestände kartiert. Auch der Naturpark Uckermärkische Seen und seine Naturwacht beteiligten sich an diesem Projekt. So wurden in der Naturparkregion für jeden Baum die Herkunft erfasst, markiert und einer Sortenbestimmung unterzogen. Sowohl Fruchtproben zur Sortenbestimmung als auch Reiser zur Vermehrung wurden gewonnen. In der Uckermark wurden insgesamt 157 regionaltypische Apfelsorten gefunden.

100 alte Uckermärkische Landsorten wurden für das naturparkeigene Streuobst-Projekt ausgewählt, dass sowohl die wirtschaftliche Streuobstnutzung als auch die Landschaftsgestaltung zum Ziel hat. Außerdem werden so auch die Genressourcen in Anlehnung an das o.g. Forschungsprojekt erhalten. Da diese Sorten nicht im Baumschulhandel vorhanden sind, lässt die Naturparkverwaltung seit dem Jahr 2001 Hochstämme in einer Baumschule heranziehen. Für die Anpflanzung der Sorten werden „Apfelhochstammpartner“ innerhalb des Naturparks gewonnen und für die Pflege verpflichtet. In der Stadt Templin entstand mit Hilfe von LEADER-Mitteln ab dem Jahr 2005 darüber hinaus ein öffentlich zugänglicher Sortenschaugarten, der diese Vielzahl alter Apfelsorten zentral präsentiert, über sie informiert und für die umweltpädagogische Arbeit genutzt werden kann. Bis jetzt wurden dort insgesamt 327 hochstämmige Apfelbäume von 109 Apfelsorten gepflanzt.

Im Jahr 2020 wurden 26 Pflegevereinbarungen in 4 Naturparkgemeinden für 150 gepflanzte hochstämmige Apfelbäume abgeschlossen.

Der seit vielen Jahren einmal im Jahr durchgeführte Naturpark-Apfeltag sensibilisiert darüber hinaus zu diesen wie verwandten Themen und bietet regionalen Akteur*innen die Möglichkeit, ihre Produkte und Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren

Möchten Sie auch "Apfelhochstammpartner" werden? Unsere Mitarbeiterin Frau Gerhardt berät Sie gern!