Regionalentwicklung

Partnernetzwerk

Die Partner des Naturparkes Uckermärkische Seen vereint folgendes Selbstverständnis:

"Wir Partner des Naturparks Uckermärkische Seen leben in der Naturparkregion Uckermärkische Seen und fühlen uns mit dem Naturpark und seinen Zielen verbunden. Wir unterstützen den Schutz unserer natürlichen Umwelt, indem wir ein qualitativ hochwertiges Produkt anbieten und nachhaltig in der Region wirtschaften. Wir sind stolz auf unsere Natur- und Kulturlandschaft und vermitteln dies auch unseren Gästen. Als Partner des Naturparks Uckermärkische Seen verpflichten wir uns, die Naturpark-Idee in unserer täglichen Arbeit mitzutragen und an unsere Gäste weiter zu vermitteln."

26 regionale Unternehmen sind derzeit Partner des Naturparkes. Welche das sind, finden Sie hier.

 

 

Förderung einheimischer Betriebe durch Vertragsnaturschutz

Im Rahmen des Vertragsnaturschutzes werden mit Grundstückseigentümer*innen freiwillige Vereinbarungen getroffen, die den Erhalt, den Schutz und die Pflege der Kulturlandschaft oder bestimmter Lebensräume für Tiere und Pflanzen betreffen. Mit dem Grundstücksbesitzer wird vertraglich vereinbart, bestimmte Nutzungsformen oder Pflegearbeiten auf dem Grundstück vorzunehmen, beispielsweise:

  • Ackermaßnahmen zum Schutz von Ackerwildkräutern

  • Anlegen von Blühstreifen auf Ackerflächen

  • Maßnahmen auf extensiv genutzten Dauergrünland

  • Mahd und Beräumung von Kalkreichen Niedermooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen

  • Heidepflege durch Beweidung

  • Kopfweidenschnitt

Im Jahr 2019 wurden in der Naturparkregion 36 Verträge mit 28 Partner*innen abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier!

 

 

Genressourcenprojekt „Alte Apfelsorten“ und der Naturpark-Apfeltag

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Multivalente Nutzung obstgenetischer Ressourcen“ wurden in den Jahren 1995 bis 1999 brandenburgweit Streuobstbestände kartiert. Auch der Naturpark Uckermärkische Seen und seine Naturwacht beteiligten sich an diesem Projekt. So wurden in der Naturparkregion für jeden Baum die Herkunft erfasst, markiert und einer Sortenbestimmung unterzogen. Sowohl Fruchtproben zur Sortenbestimmung als auch Reiser zur Vermehrung wurden gewonnen. In der Uckermark wurden insgesamt 157 regionaltypische Apfelsorten gefunden.

100 alte Uckermärkische Landsorten wurden für das naturparkeigene Streuobst-Projekt ausgewählt, dass sowohl die wirtschaftliche Streuobstnutzung als auch die Landschaftsgestaltung zum Ziel hat. Außerdem werden so auch die Genressourcen in Anlehnung an das o.g. Forschungsprojekt erhalten. Da diese Sorten nicht im Baumschulhandel vorhanden sind, lässt die Naturparkverwaltung seit dem Jahr 2001 Hochstämme in einer Baumschule heranziehen. Für die Anpflanzung der Sorten werden „Apfelhochstammpartner“ innerhalb des Naturparks gewonnen und für die Pflege verpflichtet. In der Stadt Templin entstand mit Hilfe von LEADER-Mitteln ab dem Jahr 2005 darüber hinaus ein öffentlich zugänglicher Sortenschaugarten, der diese Vielzahl alter Apfelsorten zentral präsentiert, über sie informiert und für die umweltpädagogische Arbeit genutzt werden kann. Bis jetzt wurden dort insgesamt 327 hochstämmige Apfelbäume von 109 Apfelsorten gepflanzt.

Der seit vielen Jahren einmal im Jahr durchgeführte Naturpark-Apfeltag sensibilisiert darüber hinaus zu diesen wie verwandten Themen und bietet regionalen Akteur*innen die Möglichkeit, ihre Produkte und Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren

 

 

LEADER

Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung und dem WWF engagiert sich der Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft seit 1999 für eine nach­haltige Regionalentwicklung im Naturpark. Diese Anstren­gungen tragen Früchte. Seit 2001 erhielt die Naturparkregion über das LEADER+ Programm für Projekte der nachhaltigen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, des Naturschutzes und des naturverträglichen Tourismus finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg. So wurden neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt und damit in der strukturschwachen Region Arbeitsplätze geschaffen.  

Weitere Informationen finden Sie hier!