Pegel Küstriner Bach

Der Küstriner Bach verbindet die Feldberger Seen über den Großen Küstriner See mit dem Oberpfuhl bei Lychen und gehört zu den traditionellen Wasserwanderstrecken im Norden Brandenburgs. Leider ist seit der großen Eisschmelze das Wasser knapper und die Bäche sind folglich flacher, manchmal zu flach geworden. Dann hobeln die Kanurümpfe den Bachgrund und unbemerkt auch gleich Muscheln, Fischlaich und Libellenlarven platt. Der unter Naturschutz stehende, schnell fließende Küstriner Bach gehört zu den wertvollsten Bächen in Brandenburg. Er überwindet auf seiner Länge von ca. 6 Kilometern ein Gefälle von fast 9 Metern. 87 Wirbellosenarten leben im Bach, überwiegend die Larven verschiedener Insektenarten. Dazu gehören zum Beispiel die Gebänderte und die Blauflügelige Prachtlibelle. Die in der Bundesrepublik vom Aussterben bedrohte Kleine Bachmuschel (Unio crassus) hat hier ihren Lebensraum. Sie ist auf klares, sauerstoffreiches Wasser und kiesig-sandige Sedimente im Bach angewiesen. Der Küstriner Bach ist deshalb zum Schutz der Bachfauna nur bei einem Mindestpegel von 30 Zentimetern oder darüber und generell nur stromab befahrbar. Also am besten rechtzeitig den Pegel erfragen unter: Pegel-Tel.: 039888 64542 

Unterwegs zeigen runde Pegelinfoscheiben die aktuelle Pegelsituation an. Bei Niedrigwasser kann der gesperrte Bachabschnitt mit speziellen Leih-Bootswagen vom Fischer in Küstrinchen oder dem eigenen Bootswagen an Land umgangen werden. Oder man nutzt den Boots- und Gepäcktransfer zwischen Küstrinchen und Fegefeuer – täglich um 11.00 Uhr bzw. 16.00 Uhr. Bitte bei Fischer Ewald Karau, Küstrinchen, Tel.: 0398882692 bzw. Holger Schmidt, Kolbatzer Mühle, Tel.: 039888 5 25 93 anmelden. An nahezu allen Wasserwegen geben Informationstafeln Auskunft zur Versorgung mit Proviant und Trinkwasser sowie zu sanitären Einrichtungen.

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