Kranich

Der Kranich (Grus grus) kommt in Deutschland vor allem nordöstlich der Linie Bremerhaven - Dresden vor. Brandenburg ist nach Mecklenburg-Vorpommern das wichtigste Verbreitungsgebiet: ein Drittel des deutschen Bestandes lebt hier. Schwerpunkt ist der seenreiche Nordosten des Landes, aber zunehmend werden auch Bergbaufolgelandschaften besiedelt. Brandenburg hat auch eine besondere Bedeutung als Rastplatz. So kommen z.B. im Herbst über 100.000 Tiere an die Linumer Teiche.

Der Kranich besiedelt bevorzugt Feuchtgebiete der Niederungen, z.B. Feuchtwiesen, Seeränder, Sumpfgebiete und Bruchwälder. Das Tanzen mit ausgebreiteten Flügeln und das charakteristische Trompeten während der Balz ist sehr eindrucksvoll. Er baut sein Nest aus Pflanzenresten am Boden. Die Brut erfolgt in abgelegenen Feuchtgebieten, wobei eine Seite des Nestes von der Vegetation geschützt ist, die andere Seite dagegen eine freie Sicht bietet. Die Küken sind Nestflüchter und suchen schon ab dem ersten Tag selbst nach Nahrung, werden aber trotzdem von den Eltern gefüttert. Mit der Ernte beginnt die Sammelperiode auf Feldern, Wiesen und Weiden bevor es Anfang Oktober Richtung Afrika in die Winterquartiere geht.

Lebensraumverluste durch Entwässerung und Grünlandumbruch stellen eine Gefährdung für den Kranich dar. Auch Störungen am Brutplatz und Unfälle an Freileitungen wirken sich negativ aus. Der Kranich ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Weite Informationen finden Sie auf der Seite des Landesamtes für Umwelt Brandenburg.


Kranich

 

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Barnim
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
  • Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Uckermärkische Seen

Kategorien

  • Vögel