Vertragsnaturschutz

Der Schutz sowie Erhalt von FFH-Lebensräumen und deren Arten werden durch gezielte Maßnahmen von Seiten des Naturparks gefördert. Ein bedeutendes Instrument der Umsetzung von FFH-Maßnahmen ist der Vertragsnaturschutz.

Im Jahr 2019 wurden 36 Verträge mit 28 Landnutzer*innen abgeschlossen, Tendenz steigend. Alle Vertragsnaturschutzmaßnahmen werden in der NATURA 2000-Kulisse (FFH- und SPA-Gebiete) umgesetzt. Wichtige Lebensraumtypen innerhalb des Naturparkes, wie kalkreiche Niedermoore (LRT 7230), Pfeifengraswiesen (LRT 6410) und Trockene Heiden (LRT 4030) werden im Übrigen schon über mehrere Jahre regelmäßig über angepasste Vertragsnaturschutzmaßnahmen gepflegt. Die derzeitige Bewertung der Erhaltungsgrade innerhalb der FFH-Managementplanung von 24 FFH-Gebieten mit ca. 27.000 ha zeigt, dass die guten Erhaltungsgrade durch die laufenden Pflegemaßnahmen, zum Beispiel bei den LRT 7230 und 6410, erfolgreich sind. Es werden 26 ha Trockenrasen, 73 ha Trockene Heiden, 17 ha basenreiche Zwischenmoore und 29 ha Feuchtwiesen mit regionalen Partnern gepflegt.

Wichtige Partner sind der Landschaftspflegeverein, spezialisierte Landschaftspflegefirmen und Landwirtschaftsbetriebe. Zusätzliche Grünlandmaßnahmen, wie genereller Düngerverzicht auf ca. 321 ha zum Schutz von Gewässern wurden gefördert. Auf 128 ha Ackerflächen wurden mehrjährige Blühstreifen für Insekten und Kleintiere angelegt. Die Förderung von Ackerwildkräutern auf 48 ha durch extensive Ackerbaumaßnahmen (Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung, verringerte den Einsatz von Saatmengen.

Darüber hinaus werden durch die Naturwacht des Naturparks Landschaftspflegemaßnahmen, zum Beispiel im Rahmen von Umweltbildungsprojekten gemeinsam mit Schüler*innen durchgeführt.