Vertragsnaturschutz

Der Schutz sowie Erhalt von FFH-Lebensräumen und deren Arten werden durch gezielte Maßnahmen von Seiten des Naturparks gefördert. Ein bedeutendes Instrument der Umsetzung von FFH-Maßnahmen ist der Vertragsnaturschutz.

Im Jahr 2020 wurden 37 Verträge mit 28 Vertragspartnern abgeschlossen. Alle Vertragsnaturschutzmaßnahmen werden in der NATURA 2000-Kulisse (FFH- und SPA-Gebiete) umgesetzt. Wichtige Lebensraumtypen innerhalb des Naturparkes, wie kalkreiche Niedermoore (LRT 7230), Pfeifengraswiesen (LRT 6410) und Trockene Heiden (LRT 4030) werden im Übrigen schon über mehrere Jahre regelmäßig über angepasste Vertragsnaturschutzmaßnahmen gepflegt. Die derzeitige Bewertung der Erhaltungsgrade innerhalb der FFH-Managementplanung von 24 FFH-Gebieten mit circa 27.000 Hektar zeigt, dass die guten Erhaltungsgrade durch die laufenden Pflegemaßnahmen, zum Beispiel bei den LRT 7230 und 6410, erfolgreich sind. Es werden 26 Hektar Trockenrasen, 73 Hektar Trockene Heiden, 17 Hektar basenreiche Zwischenmoore und 29 Hektar Feuchtwiesen mit regionalen Partnern gepflegt.

 

Wichtige Partner sind der Landschaftspflegeverein, spezialisierte Landschaftspflegefirmen und Landwirtschaftsbetriebe. Zusätzliche Grünlandmaßnahmen, wie genereller Düngerverzicht auf circa 321 Hektar zum Schutz von Gewässern wurden gefördert. Auf 128 Hektar Ackerflächen wurden mehrjährige Blühstreifen für Insekten und Kleintiere angelegt. Die Förderung von Ackerwildkräutern auf 48 Hektar durch extensive Ackerbaumaßnahmen (Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung) verringerte den Einsatz von Saatmengen.

Darüber hinaus werden durch die Naturwacht des Naturparks Landschaftspflegemaßnahmen, zum Beispiel im Rahmen von Umweltbildungsprojekten gemeinsam mit Schüler*innen, durchgeführt.