Mitmach-Aktion „Waldumbau in der Praxis“

Am 21. November 2021 haben sich fleißige Helferinnen und Helfer tatkräftig für den Waldumbau stark gemacht. Doch was bedeutet Waldumbau eigentlich und was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Ganz einfach: durch den Klimawandel erwarten uns künftig mehr Wetterextreme wir Hitze, Stürme und Trockenheit. Die Waldwirtschaft ist stark vom Klima abhängig und muss sich mit Weitsicht an die sich verändernden Bedingungen anpassen. Naturnahe Wälder mit Vielfältigen Arten und Strukturen sind am besten für die Zukunft gewappnet. Da sich das Klima schneller ändert, als die Wälder sich aus eigener Kraft anpassen können, kommt dem Waldumbau, hin zu stabileren Mischwäldern, eine besondere Rolle zu.

In Templin wird das bereits seit Jahren praktiziert. Die Waldhofschule bewirtschaftet hier den Stadtforst und setzt dabei vorwiegend auf standortheimische Baumarten um den Wald fit für das Klima von morgen zu machen. An einigen Orten wird jedoch auch mit Exoten experimentiert: am Wochenende pflanzten Freiwillige unter der Anleitung von Schulförster Joachim Lange rund 50 Baumhaseln und Tulpenbäume. Die in Nordamerika wirtschaftlich sehr bedeutenden Laubbäume lassen sich gut in die veränderten Bedingungen der natürlichen heimischen Waldgesellschaften integrieren.

Dabei erfuhren die Helferinnen und Helfer was Waldumbau in der Praxis bedeutet. Sie begutachteten nicht nur die Trockenschäden, die bereits im kostbaren Buchenwald sichtbar sind, sondern waren sich mit Spaten und Harke bewaffnet nicht zu schade sich in der November-Kälte die Hände schmutzig zu machen. Zum Glück gab es im Anschluss noch eine leckere Erbsensuppe, die die Schülerinnen und Schüler der Waldhofschule extra vorbereitet hatten.

Gebiet

  • Naturpark Uckermärkische Seen

Meldung vom 29.11.2021