Ein BNE-Bildungsangebot des Naturparks: Die Bolivianische Jugendtheatergruppe "Teatro Trono" zu Gast in Templin

Die jungen Künstler*innen legten in ihrer Performance, die Theater und Pantomime mit Musik verbindet, die Finger in die Wunden einer weltweit noch immer ungezügelten Wachstumspolitik, welche unter anderem bedrohliche Auswirkungen auf das Weltklima hat. Gerade das Hochland Boliviens leidet jetzt schon unter dem Klimawandel. Die zunehmende Trockenheit bedroht lebenswichtige Wirtschaftszweige wie die Landwirtschaft, was – in Einheit mit den ökologischen Folgeschäden des Bergbaus – zu Migration in die wirtschaftlich attraktiveren Städte führt. Im tropischen Tiefland hingegen zerstören immer häufigere Starkregen und Flächenbrände tropischen Regenwald, landwirtschaftliche Kulturen und die Tierzucht.

Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich die Gruppe in ihren Szenen mit dem großen Thema Klimagerechtigkeit auf eine Weise, die zum Mitmachen animiert, und zeigte, wie sich Menschen wehren. Die Aufforderung "Zurück zu den Wurzeln" ist so zu verstehen, dass wir unsere Mutter Erde (Quechua: Pachamama) wieder mit dem gleichen Respekt, Achtsamkeit und Führsorge behandeln sollten, wie es die indigenen Völker des Andenhochlandes (vor der gewaltvollen europäischen Kolonisation) seit Jahrtausenden praktizierten.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem landesweitem Bildungsprojekt "BREBIT" durchgeführt.

Gebiet

  • Naturpark Uckermärkische Seen

Meldung vom 28.08.2019