Bienenfreundlicher Schulgarten

Lernen unter freiem Himmel – das war Schulgründer Gottfried Pannwitz ein wichtiges Anliegen. Beste Voraussetzungen dafür schafft der neu angelegte Schulgarten. Unter Anleitung von Schulgartenkoordinatorin Anja Dreger und vieler Partner waren bereits im Juni die neuen Beete aufgestellt und bepflanzt. Partnerbetriebe aus der Region und der Stadtförster spendeten Gartengeräte und Muttererde oder halfen beim Anlegen der Beete. Zum Thema „Keine Vitamine ohne Biene“ beteiligte sich die Naturwacht finanziell und tatkräftig an der Gestaltung des Schulgartens.

Welche Folgen hat das Insektensterben für uns? Was haben Vitamine überhaupt mit Bienen zu tun? Warum gibt es an manchen Orten mehr Wildbienen und was brauchen sie eigentlich zum Leben? Was können wir tun, um die für den Menschen so wichtigen Bestäuber zu schützen? Diesen und anderen Fragen gingen die Schüler der Umwelt AG und der Klasse 2b zusammen mit Rangerin Annelie Fiedler von der Naturwacht nach. „Den Schülern soll ermöglicht werden, die Problemfelder des Insektensterbens zu erkennen, die Bedeutung der Wildbienen für uns zu bewerten, sowie vor Ort zu handeln.“ erklärt Annelie Fiedler. „In diesem Jahr haben wir zusammen Bienenwachstücher als nachhaltige Alternative zu Alu- oder Plastikfolie hergestellt, Samenbomben gebastelt und einen Blühstreifen aus regionalem Saatgut angelegt. Außerdem pflanzten die Schüler begeistert Himbeer-, Brombeer- und Johannisbeersträucher im Schulgarten. Auch ein Insektenhotel wurde aufgestellt und mit Lehm, Schilf und gebohrtem Hartholz befüllt“, so die Rangerin. Beim jährlich stattfindenden NABU Insektensommer rüsteten sich die Kinder mit Bestimmungshilfen und Becherlupen aus und zählten begeistert alles, was im Schulgarten kreuchte und fleuchte. Mit dem Pflanzen von Sträuchern wie dem Weißdorn, Holunder und der Salweide – der ersten wichtigen Nahrung der Bienen im Frühjahr – haben die Nachwuchsgärtner die Saison für dieses Jahr beendet.

Ihr Engagement trägt auch schon anderweitig Früchte. Bei der bundesweiten Schulgarteninitiative „Kleine Gärtner, große Ernte“ des burda-Verlags wurden der Schulgarten und die fleißigen Schüler der Pannwitz-Grundschule prämiert.

 

Hintergrund

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in 15 Großschutzgebieten erfolgreich als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – erfassen sie Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Zudem setzen sie zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Die aktuell 93 Ranger in Brandenburg sind wichtige Ansprechpartner für Anwohner und Touristen in den Nationalen Naturlandschaften – einem Nationalpark, drei Biosphärenreservaten und elf Naturparken. Sie begleiten jährlich rund 10.000 Gäste auf 550 geführten Touren und stärken damit den Naturtourismus. Im Rahmen ihrer Arbeit mit Kinder-und Jugendgruppen, den Junior Rangern, weckt die Naturwacht Interesse für Natur-und Umweltschutz bei der jungen Generation. Auch am Ganztagsschulangebot des Landes beteiligt sie sich. Mehr als 280 Freiwillige unterstützen Brandenburgs Ranger bei ihren Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg. Mehr Informationen unter: www.naturwacht.de

Gebiet

  • Naturpark Uckermärkische Seen

Meldung vom 09.12.2019